Inhalt
6. Diskussion und Ausblick
6.1 Implementierung der Messenger-Applikation
Im Zuge der Studienarbeit konnten wir uns ein umfangreiches Wissen über Verfahren zur Netzwerkkommunikation mit Java aneignen. Vor allem JXTA und Jini haben sich als interessante und zukunftsweisende Techniken herausgestellt.
JXTA bietet das Potential einer weiten Verbreitung vor allem durch die Integration von Kleingeräten (Handys, Messgeräte, ?). Ebenfalls hat es sich sehr gut für unsere Messenger-Applikation geeignet, da es speziell für peer-to-peer-Anwendungen konzipiert wurde. Darüber hinaus bietet es noch eine Menge weiterer Möglichkeiten, welche im Rahmen einer Weiterentwicklung des Messengers genutzt werden können.
Das besondere an Jini ist das dynamische Hinzunehmen und Entfernen von unterschiedlichen Diensten in einem Netzwerk, verbunden mit einem komfortablen Auffinden der Dienstanbieter. Hinzu kommt die Möglichkeit, dass jeder Dienst sein eigenes Kommunikationsprotokoll implementieren kann. Dies macht Jini sehr mächtig. Aufgrund der hohen Hardwareanforderungen und des komplexen Startvorgangs des Lookupservice ist es für unseren Messenger jedoch nicht geeignet gewesen.
In eine eventuelle Weiterentwicklung der Messenger-Anwendung können Aspekte wie ein besseres Firewallhandling und eine verschlüsselte Übertragung einfließen.
6.2 Einsatz der MDA-Tools
Als Fazit zu objectiF® und OMONDO® UML kann gesagt werden, dass nach einer gewissen Einarbeitungszeit für einen geübten User MDA-Tools sicherlich im Laufe des Softwarentwicklungszyklus hilfreich sein können. Im Rahmen dieser Studienarbeit und der erarbeiteten Messenger-Applikation hätte man objectiF® außer zu Dokumentationszwecken wahrscheinlich in ähnlicher Form wie OMONDO® UML verwenden können: Beide Tools können zur Erstellung des Codegrundgerüsts aus dem Modell und zum Reengineering zu Dokumentationszwecken eingesetzt werden.
OMONDO® UML unterstützt nicht den kompletten Entwicklungszyklus und führt in der Testversion schnell zu Frustration, insbesondere Aufgrund der fehlenden Dokumentation.
objectiF® stellt sich als recht komplex und nicht unbedingt als intuitiv bedienbar dar.
Ob wir bei zukünftigen Softwareentwicklungsaufgaben den Einsatz eines dieser Tools in Betracht ziehen, hängt stark von deren Weiterentwicklung ab, da teilweise noch Verbesserungspotential besteht.





