Inhalt
1. Einleitung
Im Rahmen der Studienarbeit an der Berufsakademie Mannheim im Studiengang Informationstechnik wird das Thema "Evaluierung von MDA Plugins für Eclipse anhand einer Messenger Applikation" bearbeitet. Ziel ist die Planung und Implementierung einer verteilten Messenger-Applikation für ein lokales Netzwerk in Java, welche im Vergleich zu dem bekannten Messenger ICQ ohne einen zentralen Server auskommen soll. Der Prozess der Softwareentwicklung soll dabei von MDA-Tools unterstützt werden, sowie deren Verwendbarkeit und deren Projektnutzen bewertet werden.
Projektablauf
Im ersten Schritt wird die Aufgabenstellung erarbeitet, bevor im zweiten Schritt eine Projektplanung durchgeführt werden kann. Aus dieser Aufgabenstellung resultiert die Erstellung eines Lasten- und Pflichtenheftes. Nach dessen Ausarbeitung werden verschiedene Kommunikationstechniken evaluiert. Das Ergebnis dieses Projektabschnitts wird in Kapitel 3 - Kommunikationstechniken ausführlich erläutert. Parallel dazu werden zwei MDA-Plugins für Eclipse ausgesucht und in den Entwicklungsprozess mit einbezogen. Nachdem die verschiedenen Kommunikations-typen auf ihre Brauchbarkeit hin überprüft sind, wird ein entsprechendes Kommunikationsinterface definiert, um eine kommunikationsplattformübergreifende Applikation zu implementieren. Über die Implementierung eines ersten Prototypen führt der weitere Projektfortschritt gegen Ende zu der endgültigen Version, welche aus den Prototypen entsteht. Begleitet wird die ganze Entwicklung durch die Erstellung einer Projektdokumentation sowie der Konzipierung von Testfällen, gegen welche die Prototypen und das fertige Softwareprodukt getestet werden.
Evaluierung von MDA-Plugins
In den Entwicklungsprozess eingebettet ist die Evaluierung verschiedener MDA- Entwicklungstools, welche als Plugin in die Entwicklungsumgebung Eclipse integrierbar sein sollen. Hierbei handelt es sich um OMONDO® UML und objectiF®. Dieser Themenkomplex wird in Kapitel 4 - Evaluierung von MDA-Tools ausführlich beschrieben.
Die Messenger-Anwendung
Abb. 2 |
Es wird eine Messenger-Applikation für das lokale Netzwerk implementiert. Die Funktionsweise ist dabei grob an Instant Messenger (wie z.B. ICQ) angelehnt:
Nach dem Start der Software wählt der User einen Namen, unter dem er sich anmelden möchte. Ist der Name bereits vorhanden, muss er einen anderen Namen aussuchen. Alle aktiven Instanzen im Netzwerk kommunizieren untereinander, ohne dass für den Benutzer ein Server erkennbar oder einzurichten ist. Dies geschieht durch die Implementierung des Chats mittels direkter Kommunikation.
Aus einer Liste aller angemeldeten Benutzer wählt man einen dieser Namen aus. Daraufhin wird ein Chat-Fenster geöffnet, in dem sowohl die bereits in dieser Sitzung mit dem ausgewählten Benutzer ausgetauschten Textnachrichten angezeigt werden, als auch die neuen Texte, die noch eingegeben werden. Von dort ist auch das Absenden neuer Nachrichten möglich. Bei dem empfangenden User wird die Nachricht angezeigt, bzw. wenn noch nicht vorhanden, ein neues Fenster dafür geöffnet.
Alternativ kann auch ein Gruppenchat mit mehreren Benutzern gestartet werden. Dazu werden einfach beim Start eines neuen Chats mehrere Benutzer ausgewählt. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Texte in einer Datei auf der Festplatte zu speichern.
Die Implementierung ist als Java Applikation vorgesehen, um betriebssystemunabhängig eingesetzt werden zu können. Die Kommunikation soll sich auf das lokale Netzwerk beschränken. Es sollte - soweit technisch möglich - keine extra Applikation als Server gestartet werden müssen.
Die genaue Anwendungsarchitektur wird in Kapitel 2 - Anwendungsarchitektur beschrieben.






